• Inhaltsverzeichnis

Epilepsie ist eine neurologische Störung, die sich durch wiederkehrende epileptische Anfälle charakterisiert ist. Diese Anfälle sind das Ergebnis einer übermäßigen, abnormalen elektrischen Aktivität im Gehirn. Sie können in verschiedenen Formen auftreten, von kurzen Abwesenheitsanfällen, bei denen die Betroffenen für kurze Zeit das Bewusstsein verlieren, bis hin zu generalisierten tonisch-klonischen Anfällen, die mit Bewusstseinsverlust, Krämpfen und Muskelsteifheit einhergehen. 

Die Symptome von Epilepsie variieren von Person zu Person, abhängig von der betroffenen Hirnregion. Einige Menschen erleben Aura-Symptome, die sie auf einen bevorstehenden Anfall hinweisen, während andere plötzlich von Anfällen überrascht werden. Epilepsie kann Menschen jeden Alters betreffen, von Kindern bis zu älteren Erwachsenen, und sie kann eine erhebliche Auswirkung auf die Lebensqualität haben, da sie zu Verletzungen, sozialer Stigmatisierung und Beeinträchtigungen im Alltag (z.B. Verlust der Fahrerlaubnis) führen kann. 

Die Diagnose von Epilepsie erfordert normalerweise eine gründliche neurologische Untersuchung, EEG-Tests und manchmal bildgebende Verfahren wie eine MRT. Die genaue Ursache von Epilepsie ist oft unbekannt, kann jedoch mit epigenetischen Faktoren, Hirnverletzungen, Infektionen oder Entwicklungsstörungen in Verbindung stehen. 

Die Epilepsie-Behandlung kann komplex sein und es werden oft Antiepileptika verschrieben, um Anfälle zu kontrollieren. In den letzten Jahren wurden einige spannende Ursachen auf zellulärer Ebene erforscht. Interessanterweise sind diese Grundlegenden Ursachen der Epilepsie sehr gut von uns selbst beeinflussbar. Lassen Sie uns zunächst kurz einen Blick auf diese Ursachen werfen, bevor ihnen das beste Vorgehen in meiner Schritt-für-Schritt-Anleitung zeige. 

Epilepsie ist eine komplexe neurologische Erkrankung, deren genauen Ursachen vielschichtig und nicht immer eindeutig identifizierbar sind. Dennoch gibt es bestimmte Faktoren und Bedingungen, die mit dem Auftreten von Epilepsie in Verbindung gebracht werden und die Sie selbst sehr gut beeinflussen können:

Mitochondrienschaden
Mitochondrien sind die Energieproduzenten in unseren Zellen, und Schäden an diesen Organellen können die neuronale Aktivität beeinträchtigen. Ein Mitochondrienschaden kann die elektrische Stabilität im Gehirn negativ beeinflussen und somit das Risiko für epileptische Anfälle erhöhen.1 Dieser Zusammenhang zwischen Mitochondrienschäden und Epilepsie ist Gegenstand intensiver Forschung ebenso wie der damit zusammenhängende oxidative Stress. Unglücklicherweise führen auch Antiepileptika zu weiteren Mitochondrienschäden.2

Mangel an Mikronährstoffen
Eine unausgewogene Ernährung oder bestimmte medizinische Zustände und die Einnahme von Medikamenten können zu einem Mangel an wichtigen Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen führen. Ein solcher Mangel kann das Nervensystem beeinflussen und die Wahrscheinlichkeit von Epilepsie erhöhen. Insbesondere bestimmte Vitamine und Mineralstoffe sind für die neuronale Funktion von entscheidender Bedeutung, und ein Mangel kann die Erregbarkeit der Nervenzellen erhöhen.3

Chronische Entzündung
Chronische Entzündungszustände im Körper können das Gehirn beeinflussen und möglicherweise die Entstehung von Epilepsie begünstigen. Gerade die stille Entzündung, die wir nur selten selbst bemerken, wird als Mitverursacher der Epilepsie verdächtigt. Entzündungsprozesse können die normale Funktion von Neuronen stören und die Übertragung von elektrischen Signalen im Gehirn beeinträchtigen.4 Dies kann die Schwelle für das Auftreten von epileptischen Anfällen herabsetzen.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jeder, der diese Risikofaktoren aufweist, zwangsläufig Epilepsie entwickelt. Die Entstehung von Epilepsie ist oft das Ergebnis einer komplexen Wechselwirkung verschiedener epigenetischer, umweltbedingter und neurologischer Faktoren. Die Erforschung dieser Ursachen ist von entscheidender Bedeutung, um die Prävention und Behandlung von Epilepsie zu verbessern. Doch wenn Sie meinen beiden Schritten folgen, werden Sie Ihre Gesundheit deutlich verbessern und zugleich das Risiko für epileptische Anfälle stark senken.


Schritt 1: Mikronährstoffe

Die Bedeutung einer gesunden Ernährung und ausreichender Mikronährstoffzufuhr im Zusammenhang mit der Prävention und Behandlung von Epilepsie ist gut dokumentiert. Mikronährstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe, die für die normale Funktion des Körpers von entscheidender Bedeutung sind, einschließlich des Gehirns und des Nervensystems.

Hier sind einige Schlüssel-Mikronährstoffe, die in Bezug auf Epilepsie von besonderer Bedeutung sind:

  • Vitamin B6 (Pyridoxin): Dieses Vitamin spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von Neurotransmittern, die für die Kommunikation zwischen Nervenzellen verantwortlich sind. Ein Mangel an Vitamin B6 kann das Risiko von Anfällen erhöhen.

  • Magnesium: Magnesium ist an der Regulation elektrischer Signale im Gehirn beteiligt und kann dazu beitragen, die neuronale Erregbarkeit zu kontrollieren. Ein Magnesiummangel kann das Auftreten von Anfällen begünstigen. Außerdem ist Magnesium entscheidend für die Funktion der Mitochondrien.

  • Vitamin D: Dieses Vitamin beeinflusst das Immunsystem und kann Entzündungsprozesse im Körper beeinflussen. Ein Mangel an Vitamin D wurde mit einem erhöhten Risiko für epileptische Anfälle in Verbindung gebracht.

  • Folsäure: Folsäure ist wichtig für die DNA-Synthese und kann bei einigen Formen von Epilepsie einen schützenden Effekt haben.

  • Coenzym Q10: neben einer guten Nervenfunktion wird Q10 zusammen mit Magnesium und den B-Vitaminen vor allem für die Gesundheit und Funktion der Zellkraftwerke (Mitochondrien) benötigt.

  • Zink, Selen, Kupfer: Diese Spurenelemente sind nicht nur wichtig für den Schutz der Nervenzellen vor freien Radikalen (oxidativer Stress) sondern sind auch wichtig für die Funktion der Nervenzellen. 

Die Aufnahme dieser Mikronährstoffe durch eine gesunde Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel trägt dazu bei, die neurologische Gesundheit zu unterstützen und das Risiko von Epilepsieanfällen zu reduzieren. Es ist jedoch wichtig, dass die von Ihnen ausgewählte Mikronährstoffergänzung aus Lebensmitteln hergestellt ist und somit alle nötigen Mikronährstoffe in natürlicher Dosierung enthält.

Mein Tipp für Sie
Eine ausgewogene Ernährung mit basischen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse sowie pflanzlichen Ölen in der Küche ist wichtig. Frische Kräuter sind aufgrund ihrer entsäuernden Wirkung und der Vielzahl an Spurenelementen essenziell für das Immunsystem und die Funktion der Nerven.

Ihre tägliche Mikronährstoffergänzung sollte komplex sein, da Studien zeigen, dass die Kombination von Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen die Wirkung erheblich verstärkt. Am besten nehmen Sie sie während einer Mahlzeit ein, um die Nährstoffaufnahme zu optimieren.

Ich möchte ihnen hierfür ganz unverbindlich ein Produkt empfehlen, das sich bei mir in 25 Jahren Praxistätigkeit als das Effektivste herausgestellt hat: LaVita – ein Mikronährstoffkonzentrat aus 70 natürlichen Zutaten, dass sich als einfache, ganzheitliche Basisergänzung hervorragend einnehmen lässt.

Schritt 2: Antientzündliche Ernährung

Eine antientzündliche Ernährung kann einen bedeutenden Einfluss auf die Prävention und das Management von Epilepsie haben. Chronische Entzündungen werden immer häufiger als ein Faktor betrachtet, der das Risiko von epileptischen Anfällen erhöht. Eine gezielte Ernährung, die darauf abzielt, auch die nicht spürbare stille Entzündung zu reduzieren, kann somit dazu beitragen, die Schwere und Häufigkeit von Anfällen zu verringern.

Hier sind einige Schlüsselaspekte einer antientzündlichen Ernährung:

  • Omega-3-Fettsäuren: Diese gesunden Fette, die in Fisch wie Lachs, Makrele und Leinsamenöl vorkommen, sind bekannt für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften. Sie können dazu beitragen, die neurologische Gesundheit zu unterstützen und Entzündungen im Gehirn zu reduzieren.

  • Antioxidantien: Obst und Gemüse, insbesondere solche mit lebhaften Farben wie Beeren, Tomaten, Kürbis und grünes Blattgemüse, sind reich an Antioxidantien. Diese Verbindungen helfen, Zellschäden durch freie Radikale zu reduzieren, unsere Zellkraftwerke zu schützen und somit Entzündungen zu bekämpfen. 

  • Mittelmeerdiät: Die Mittelmeerdiät, die reich an Obst, Gemüse, Olivenöl und Fisch ist, wird oft als eine der besten Ernährungsweisen zur Entzündungsbekämpfung betrachtet. Sie kann dazu beitragen, die allgemeine Gesundheit zu fördern und das Risiko von Anfällen zu reduzieren.

  • Vermeidung von Entzündungstriggern: Bestimmte Nahrungsmittel können Entzündungen fördern, insbesondere solche, die reich an gesättigten Fetten, Transfetten und Kohlenhydrate sind. Durch die Reduzierung oder Vermeidung solcher Lebensmittel kann eine antientzündliche Ernährung gefördert werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirksamkeit einer antientzündlichen Ernährung bei der Behandlung von Epilepsie von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Einige Menschen können von einer solchen Ernährung erheblich profitieren, während bei anderen Menschen möglicherweise zusätzliche Maßnahmen und medizinische Behandlungen erforderlich sind. Die Umstellung auf eine antientzündliche Ernährung ist aber auf jeden Fall ratsam, da sie sehr viele, allgemein gesunde Auswirkungen hat und oft auch langfristig positive Effekte bei Epilepsie bringt.

Mein Tipp für Sie
Reduzieren Sie den Konsum von Fleisch und Kohlenhydraten, um Entzündungen im Körper vorzubeugen. Besonders abends sollten Sie auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel verzichten. Darüber hinaus können bestimmte Kräuter und Gewürze, wie beispielsweise die Gewürzmischung Curry, das entzündungshemmende Inhaltsstoffe wie Kurkuma und Pfeffer enthält, Ihren Ernährungsplan bereichern. Bei tierischen Produkten sollten Sie auf Bio-Qualität setzen, da diese in der Regel höhere Mengen an entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren bieten. Wenn Sie mehr über antientzündliche Ernährung erfahren möchten, empfehle ich Ihnen dieses Buch*.

Ein kleiner Hinweis: Diese Website enthält mit * gekennzeichnete Affiliate-Links, z. B. zu Amazon. Wenn Sie über einen solchen Link etwas kaufen, erhalte ich eine kleine Provision – für Sie bleibt der Preis gleich. So kann ich die Website betreiben und weiterhin kostenlos für Sie anbieten. Danke für Ihre Unterstützung!
Literaturquellen:

1 Singh S. et al.: Reviving mitochondrial bioenergetics: A relevant approach in epilepsy. Mitochondrion. 2021 May;58:213-226. doi: 10.1016/j.mito.2021.03.009. 
2 Kuretu A. et al.: Drug-induced mitochondrial toxicity: Risks of developing glucose handling impairments. Front Endocrinol (Lausanne). 2023 Feb 13;14:1123928. doi: 10.3389/fendo.2023.1123928. 
3 Moos WH. Et al.: Epilepsy: Mitochondrial connections to the ‘Sacred’ disease. Mitochondrion. 2023 Sep;72:84-101. doi: 10.1016/j.mito.2023.08.002.
4 Millán Solano MV. Et al.: Effect of Systemic Inflammation in the CNS: A Silent History of Neuronal Damage. Int J Mol Sci. 2023 Jul 25;24(15):11902. doi: 10.3390/ijms241511902.

Bildnachweise:

Adobe Stock, Shutterstock