Das können Sie selbst tun

Vermutlich kennt jeder über 30 das Problem mit Gelenkschmerzen. In jungen Jahren treten Sie oft akut nach Verletzungen auf, später sind chronische Schmerzen aus verschiedenen Gründen sehr häufig. Da die Gelenke im Laufe des Lebens sehr stark belastet werden ist Verschleiß keine Seltenheit. In der Medizin wird Gelenkverschleiß als Arthrose bezeichnet. Kommt der Verschleiß durch einen Prozess zustande, bei dem das eigene Immunsystem den Gelenkknorpel angreift, spricht man von Rheuma. Ich möchte Ihnen in diesem Text zeigen, wie es zu Gelenkverschleiß kommt und was Sie selbst dagegen tun können. Dazu bekommen Sie eine exakte Schritt-für-Schritt-Anleitung von mir.

Naturmedizin

Was ist Arthrose?

Um zu erklären, was eine Arthrose genau ist und später auch die Ursachen besser zu verstehen, sollten wir uns zunächst den Aufbau unserer Gelenke genauer ansehen. Ein Gelenk besteht zunächst aus (mindestens) zwei Knochen, die beweglich miteinander verbunden sind. Auf den beiden Flächen, an denen sich die Konchen berühren, befindet sich der Gelenkknorpel. Umgeben wird das Gelenk normalerweise von einer Gelenkkapsel, darin befindet sich meist auch etwas Gelenkflüssigkeit. 

Für die Funktion und die Stabilität der Gelenke sorgen die das Gelenk umgebenden Bänder, Sehnen und Muskeln. Manche Gelenke werden mehr von den Bändern gehalten, andere, wie beispielsweise das Schultergelenk werden sehr stark von der Muskulatur gehalten. Damit das Gelenk dauerhaft gesund bleibt, müssen die einzelnen Bestandteile optimal zusammenspielen.

Von einer Arthrose spricht man, wenn es zu Verschleißerscheinungen am Gelenk kommt und diese zusätzlich Schmerzen verursachen. Zunächst wird mehr und mehr Bindegewebe in den Knorpel eingebaut, es entsteht eine Art Narbe. Dann kommt es mehr und mehr zum Abbau des Knorpels, bis er oft an einzelnen Stellen ganz verschwunden ist. Dann kommt es auch zu Veränderungen am Knochen. Am gesamten Entstehungsprozess einer Arthrose sind immer -oft unterschwellige, nicht spürbare – Entzündungen beteiligt. 

Ein Wiederaufbauen von verlorenem Knorpelgewebe geht wenn überhaupt nur sehr langsam. Das liegt vor allem daran, dass die Knorpelzellen nur passiv über den darunter liegenden Knochen mit Nährstoffen und Wasser versorgt werden. Wenn dann dazu noch Behinderungen der Nährstoffversorgung wie etwa eine Übersäuerung des Gewebes dazu kommen, wird eine ausreichende Versorgung der Knorpelzellen fast unmöglich. Dann sind am Ende die abbauenden Prozesse einfach schneller als die aufbauenden.

Die Statistik sagt, dass in Deutschland etwa fünf Millionen Menschen unter Beschwerden leiden, die durch eine Arthrose verursacht werden. Zwei Millionen Menschen sollen sogar täglich Schmerzen in ihren Gelenken haben. Nach meiner Beobachtung dürften es weit mehr sein. 

Prinzipiell können alle Gelenke von einer Arthrose betroffen sein. Am häufigsten sind allerdings die sehr stark belasteten Knie- und Hüftgelenke betroffen. An den beiden Gelenken werden hierzulande pro Jahr etwa 250.000 Gelenkersatz-Operationen vorgenommen. 

Die Krankheit lässt sich einerseits durch eine klinische Untersuchung feststellen. Charakteristische Beschwerden sind Anlaufschmerz, Gelenkerguss und Verformung des Gelenkes. Andererseits werden zum Nachweis einer Arthrose auch Röntgenaufnahmen der Gelenke durchgeführt. Doch bei weitem nicht jeder auffällige Röntgenbefund ist gleichbedeutend mit einer behandlungsbedürftigen Arthrose. So finden sich fast bei der Hälfte der 60- Jährigen in Röntgenuntersuchungen Anzeichen einer Arthrose. Doch nur rund ein Drittel davon klagt über Schmerzen. Und nur bei Beschwerden wie Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen gilt eine Arthrose als behandlungsbedürftig. Was allerdings nicht heißt, dass Sie nicht schon vorher selbst etwas tun könnten…

Wieso kommt es zum Gelenkverschleiß?

Es gibt viele Gründe, warum mit zunehmendem Alter der Abbau der Knorpelzellen schneller vonstatten geht als der Neuaufbau. Fast immer ist es so, dass mehrere dieser Gründe zusammenkommen müssen, damit eine schmerzhafte Arthrose entsteht.

Hier in Kürze einige dieser Gründe, auf die wichtigsten gehe ich später bei den Maßnahmen nochmal ein:

Ernährung:

Unsere heutige Ernährung enthält in der Regel zu viele Kohlenhydrate und gesättigte Fette und zu wenig Mikronährstoffe. Diese Kombination fördert stark die Entstehung von Entzündungen und auch Ungleichgewichte im Immunsystem, was Autoimmunerkrankungen wie Rheuma entstehen lässt.

Mikronährstoffmangel:

Der Punkt hängt selbstverständlich sehr eng mit der Ernährung zusammen, aber nicht nur. Mikronährstoffe sind wichtig um den Knorpelabbau zu bremsen und den Knorpelaufbau zu fördern. Sie sind aber auch gegen Autoimmunprozesse und Entzündungen wichtig.

Bewegungsmangel:

Der Knorpel wird passiv mit Nährstoffen und Wasser versorgt. Nur bei regelmäßiger, leichter Be- und Entlastung des Knorpels entsteht der Sogeffekt, der genügend Nährstoffe und Wasser in den Knorpel bringt.

Übergewicht:

Auch der Punkt hat natürlich viel mit unserer Ernährung zu tun, aber auch mit Bewegungsmangel. Wenn Sie schon einmal mit zwei Eimern voll Wasser zwei Stockwerke hochgelaufen sind, dann können Sie erahnen welche Zusatzbelastung 10 oder gar 20 kg Übergewicht für unsere Gelenke bedeuten.

Übersäuerung:

Alle bisher genannten Punkte tragen auch zur Übersäuerung des Gewebes bei. Durch Übersäuerung nimmt die Nährstoffversorgung weiter ab und obendrein nimmt die Schmerzempfindlichkeit zu.

Autoimmunprozesse:

Wenn der Körper durch eine Fehlregulation im Immunsystem seine eigenen Knorpelzellen angreift, spricht man von rheumatoider Arthritis, kurz Rheuma. Dieser Fehlregulation geht praktisch immer eine länger anhalte Schwächung des Immunsystems voraus, an der ebenfalls alle oben schon beschriebenen Ursachen beteiligt sind.

Verletzungen des Gelenks, Fehlstellungen, Fehlbelastungen:

Dadurch kann es zu starken Belastungen an einzelnen Stellen des Gelenkknorpels kommen, wo er sich dann schneller abnützt. Verletzungen und Fehlstellungen können oft operativ verbessert werden, bei Fehlbelastungen hilft oft konsequente Krankengymnastik.

Das können Sie selbst tun – Meine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sie

Ausgewogene Lebensmittel

Schritt 1: Mikronährstoffe

Wie ich im Abschnitt vorher erklärt habe, hängt sehr vieles bei Gelenkerkrankungen von einem guten Zusammenspiel von Stoffwechsel, Immunsystem und der Versorgung der Knorpelzellen mit den nötigen Nährstoffen ab.

Die alles entscheidende Rolle dabei spielen die Mikronährstoffe. Eine optimale Versorgung mit natürlichen Mikronährstoffen bringt das Immunsystem ins Gleichgewicht und beugt Autoimmunprozessen vor, Mikronährstoffe sind essentiell für einen gut funktionieren Stoffwechsel und zur Bekämpfung von Entzündungen und selbstverständlich können die Knorpelzellen bei einem optimalen Angebot an Mikronährstoffen auch besser versorgt werden.

Und weil von einer optimalen Mikronährstoffversorgung so vieles abhängt, ist meine erste Empfehlung und der am Anfang wichtigste Schritt, eine komplexe, natürliche Mikronährstoffmischung einzunehmen. 

Warum komplex?

Komplex bedeutet, dass wie in einem großen gemischten Salat alle Mikronährstoffe in einer natürlichen Dosierung enthalten sind. Damit sind wir so nah an der den natürlichen Prinzipien wie möglich. So zeigen zahlreiche Studien, dass die Mikronährstoffe sich gegenseitig in Ihrer Wirkung verstärken (Synergieeffekte), wenn Sie gemeinsam in vernünftiger Dosierungshöhe eingenommen werden1.

Hier sind an vorderster Front die sogenannten Antioxidantien zu nennen. Antioxidantien fangen freie Radikale ab, bevor diese Schäden in unserem Körper anrichten können. Es konnte gezeigt werden, dass sogenannter oxidativer Stress – also die vermehrte Bildung von freien Radikalen – ganz erheblich zur Entstehung von Gelenkverschleiß beiträgt. Demnach führt die vermehrte Bildung von freien Radikalen bei gleichzeitigem Mangel an natürlichen Antioxidantien zu einer verringerten Aktivität der Knorpelzellen (Chondrozyten), als auch zu einer vermehrten Entzündung und zu einem Verlust an stabilisierendem Bindegewebe im Knorpel2

„Komplex“ bedeutet aber auch, dass weitere wichtige Mikronährstoffe wie entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren und ebenfalls entzündungshemmende Kräuterextrakte enthalten sind.

Warum natürlich?

Auch die Natürlichkeit des Produktes ist heute ein wichtiges Qualitätsmerkmal für eine Mikronährstoffergänzung. Der wichtigste Grund dafür sind die zahlreichen neuen Erkenntnisse über die gesunden Wirkungen der sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Diese extrem wertvolle und große Gruppe von Vitalstoffen ist nur in natürlichen Mikronährstoffprodukten enthalten. 

Bei der Untersuchung von fast 50.000 Engländern wurde beispielsweise festgestellt, dass die Gruppe, die am wenigsten natürliches Vitamin C aufnahm (unter 55 mg am Tag) ein mehr als dreifach gesteigertes Risiko für ein entzündliches Rheuma hatte gegenüber denjenigen, die über 100 mg Vitamin C am Tag zu sich nahmen3. Zusätzlich hat eine Studie aus Amerika aufgezeigt, dass Vitamine aus Obst oder Gemüse zusammen mit den sekundären Pflanzenstoffen darin mehr als 200-mal stärker vor freien Radikalen schützen als einzelne Vitamine4

Dazu kommen eben noch die eigenen Effekte von diesen Pflanzenstoffen. So konnte beispielsweise von Inhaltsstoffen des grünen Tees nachgewiesen werden, dass sie Entzündungen in Gelenken reduzieren und Knorpelverlust und Arthrose bremsen5. Ähnliche Effekte wurden von deutschen Forschern auch für Inhaltsstoffe in Trauben entdeckt. Auch im Cranberry-Saft wurden Stoffe entdeckt, die die Krankheitsaktivität bei Gelenkentzündungen reduzieren helfen6.

Was einnehmen?

Ich möchte ihnen hier ganz unverbindlich das Produkt empfehlen, das sich bei mir in 25 Jahren Praxistätigkeit als das Effektivste herausgestellt hat: LaVita – ein Mikronährstoffkonzentrat aus 70 natürlichen Zutaten , das sich als einfache, ganzheitliche Basisergänzung hervorragend einnehmen lässt. Auch ich selbst trinke LaVita seit vielen Jahren jeden Morgen. Ein kleiner Bonus dabei ist, dass der Saft auch ganz hervorragend schmeckt….

Einer der Vorteile dieses Produktes gegenüber vielen anderen ist sein hoher Gehalt an den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen

Ein weiterer Vorteil, der mir persönlich sehr wichtig ist, ist die wissenschaftliche Basis des Produktes. So wurde in einer Studie gezeigt, dass LaVita entsäuernde Wirkungen hat – darauf kommen wir gleich nochmal zu sprechen. 

In einer weiteren, großangelegten Studie wurde u.a. festgestellt, dass alle Mikronährstoffe dieses Komplexes sehr gut in den Körper aufgenommen werden7. Sogar besser, als es von vielen Experten erwartet wurde. Auch hier scheint ein Synergieeffekt mit den sekundären Pflanzenstoffen eine große Rolle zu spielen.

Das ist ein sehr spannendes Feld in der modernen Gesundheitsforschung. Zwei kanadische Wissenschaftler haben zum Forschungsstand über gesunde Inhaltsstoffe von Lebensmitteln sehr schön zu lesende Bücher geschrieben, die ich Ihnen hier gerne verlinke:

Gesunde Lebensmittel

Schritt 2: Ernährung

Der zweite Schritt ist genauer gesagt eigentlich der Schritt 1B. Denn die Ergänzung von Mikronährstoffen sollte von einer gleichzeitigen stufenweisen Verbesserung der Ernährung begleitet werden. Auch das ist ja oben bei den Ursachen schon angeklungen.

In unsere heutige Ernährung hat sich zum einen ein Ungleichgewicht bei den Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette) eingeschlichen und zum anderen auch ein Ungleichgewicht zwischen Makronährstoffen (also Kalorien) und Mikronährstoffen. Beides können wir relativ leicht korrigieren mit nur wenigen, nicht allzu schwierigen Umstellungen.

Übersäuerung, chronische Entzündung, Mangel an Mikronährstoffen und Stoffwechselungleichgewichte hängen vor allem einem Faktor: wir essen zu viele Kohlenhydrate. 

Vor allem die getreidehaltigen Kohlenhydrate wie Brot, Gebäck, Nudeln und Reis in den Mengen, in denen Sie heute verzehrt werden fördern eben nicht nur Übergewicht und Zuckerkrankheit, sie sind auch die Hauptverursacher von Übersäuerung und chronischer Entzündung. 

Fangen Sie am besten damit an, dass Sie die Kohlenhydrate langsam reduzieren. Ein guter Einstieg wäre beispielsweise, 3-4-mal in der Woche abends gar keine Kohlenhydrate zu essen.

Das klingt vielleicht etwas ungewohnt, ist aber tatsächlich nur eine Frage der Gewohnheiten. Es gibt genügend Alternativen, wenn man es sich erst einmal richtig überlegt hat. Beginnen Sie einfach – wie bei einer langen Reise – mit dem ersten Schritt. Einige leckere Beispiele gefällig?

  • Frische Tomaten mit Mozzarella
  • Eine italienische Gemüsesuppe
  • Gemüsespieße vom Grill, dazu eine Tsatsiki-Soße (gerne mit viel Knoblauch und Kräutern)
  • Salat mit gebratenen Rinderfiletstreifen vom Bio-Rind
  • Omelette mit Gemüse (oder mal mit Lachs oder Schrimps)
  • Chili con Carne (gibt es auch als fleischlose Variante)

Möglichkeiten gibt es also genug. Die einzige Herausforderung ist jetzt noch, sich dabei das Brot abzugewöhnen. Das lohnt sich aus mehrfacher Hinsicht: Zum einen werden Sie sicher automatisch mehr Gemüse essen und vielleicht auch mehr omega-3-reichen Fisch. Damit unterstützen nicht nur die Entsäuerung, sie helfen dem Körper auch, Entzündungen zu bekämpfen und die Knorpelzellen werden besser versorgt. 

Dazu noch einige Tipps in Kürze:

  • Flexitarismus: Insgesamt sollte Ihre Ernährung vorwiegend pflanzenbasiert ausgerichtet sein – Fleisch, Fisch und Milchprodukte sind in Maßen zu genießen, dafür in hochwertiger, am besten Bio-Qualität.
  • Mittelmeer-Diät: Gute Orientierung bei einer anti-entzündlichen Ernährung bietet die mediterrane Ernährung – Menschen, die sich traditionell nach der Mittelmeerdiät ernähren, leiden seltener unter der chronischen Entzündung und deren Folgen, z. B. weniger an Rheuma und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 
  • Regional und saisonal: Produkte aus der Region sind frischer und nährstoffreicher. Viele Superfoods haben einheimische „Verwandte“ wie z. B. Leinsamen (statt Chiasamen) oder Hagebutten (statt Goji-Beeren). 
  • Gesunde Fette: Fett reduzieren ist passé, viel wichtiger, ist die richtigen Fette zu essen: verwenden Sie vor allem in der kalten Küche möglichst oft omega-3-reiche Öle wie Leinöl, Walnussöl oder Hanföl.
  • Kräuter und Gewürze: Verwenden Sie möglichst oft frische Kräuter und reichlich Gewürze bei der Zubereitung von Speisen. Ihr hoher Gehalt an Spurenelementen wirkt entzündungshemmend und sie helfen auch bei der Ausscheidung überschüssiger Säuren. 
  • Nahrungspausen: Ob Sie mehrmals in der Woche Intervallfasten oder ein oder zweimal im Jahr Buchinger-Fasten machen, beides ist sehr sinnvoll. Entscheiden Sie selbst, was am besten zu Ihnen passt. 

Hier ein Tipp zu einem gut recherchierten Buch über den Segen von regelmäßigen Nahrungspausen:

Yoga und Natur

Schritt 3: Bewegung

Neben der Ernährung und der Versorgung mit Mikronährstoffen kommt auch dem allgemeinen Lebensstil eine große Bedeutung im Kampf gegen Arthrose zu. Der Sport bzw. die Bewegungstherapie sind hier sowohl in der Prävention als auch in der Therapie und Rehabilitation der Arthrose von enormer Bedeutung. Obwohl es zu Beginn durchaus auch zu etwas mehr Schmerzen kommen kann, bessert ein regelmäßiges Training die Symptome in einem ähnlichen Umfang wie Medikamente – und obendrein hat die Bewegung zahlreiche weitere positive Effekte auf Ihre Gesundheit.

Bewegung verbessert die Funktion und Ernährung der Knorpelzellen, die vor allem durch regelmäßigen Druck und darauffolgende Entlastung mit Nährstoffen und Wasser versorgt werden. Ebenso werden dadurch auch die innere Struktur und Elastizität des Knorpels verbessert.  Bewegungsmangel auf der anderen Seite fördert Muskelverlust und Muskelschwäche, was wiederum die Funktion des betroffenen Gelenks negativ beeinflusst8. Es eignen sich Ausdauersportarten wie Walken, Schwimmen, Radfahren und Aquajogging. Setzen Sie sich mindestens 20 bis 30 Minuten zusätzliche Bewegung an vier Tagen pro Woche zum Ziel. 

Um diese guten Effekte zu erreichen benötigen Sie allerdings eine ausreichende Mikronährstoffzufuhr, da mehr Bewegung auch einen höheren Bedarf an Schutzstoffen nach sich zieht.

Stressabbau

Schritt 4: Entsäuerung

Im vierten Schritt werfen noch einen Blick in das Schatzkästchen der Naturheilkunde. Mehrfach ist ja schon das Stichwort „Übersäuerung“ gefallen. Dazu muss man wissen, dass unser Körper versucht, das Gelichgewicht zwischen Säuren und Basen in sehr engen Grenzen zu halten. Dafür hat die Natur mehrere ausgeklügelter Puffersysteme entwickelt, die vor allem die schädlichen überschüssigen Säuren neutralisieren sollen. 

Solch ein Säureüberschuss entsteht vor allem durch die heute übliche Ernährung, durch Stress und Giftstoffe. Wie in vorherigen Kapiteln schon erwähnt, ist die Übersäuerung des Gewebes für Entzündungen und eine erhöhte Schmerzwahrnehmung verantwortlich9. Regelmäßige aktive Entsäuerung wirkt dem entgegen. Durch Entsäuerung machen wir außerdem den Weg der Nährstoffe zu den Knorpelzellen wieder frei und fördern dadurch deren Regeneration.

Neben der Ernährung spielen Bewegung und Stressabbau eine wichtige Rolle. In diesem Buch von einem der führenden Forscher zum Säure-Basen-Gleichgewicht finden Sie alles Wichtige dazu zusammengefasst.

Zusätzlich empfehle ich folgende entsäuernde Maßnahmen: entweder die Einnahme eines Basenpulvers, von Basentabletten oder eines Basentees. Hier zwei Vorschläge, die ich schon lange gerne auch selbst nehme:

Ein Bio-Basentee, der die Entsäuerung „zwischendurch“ unterstützt und handliche Basentabs , die ich zur Einnahme vor dem Schlafengehen empfehle. 

Dazu gibt es noch eine sehr angenehme Art der Entsäuerung: das Basenbad. Die Entsäuerung über die Haut funktioniert hervorragend, es dauert allerding ein wenig, bis sie in Gang kommt. Deshalb sollte so ein Basenbad mindestens 40 Minuten dauern, besser eine ganze Stunde. Hier ein sehr gutes Produkt dafür .


Meine Empfehlungen – Kurz und bündig

  1. Körper und Zellen „betriebsbereit“ machen durch ganzheitliche Mikronährstoffergänzung: Meine Empfehlung 
  2. Ernährung entsprechend anpassen, dass die jahrelangen Sünden schrittweise rückgängig gemacht werden: Meine Empfehlung 
  3. Moderate Bewegung und Entspannung um die Kräfte der Natur richtig nützen zu können: Meine Empfehlung
  4. Entäußerung des Körpers für langfristige Schmerzfreiheit: Meine Empfehlung
  5. Werden Sie selbst aktiv – Ratgeber mit Expertentipps auf über 50 Seiten zusammengefasst: Meine Empfehlung

Quellenangaben:

  • 1Bala A. et al.: Oxidative stress in inflammatory cells of patient with rheumatoid arthritis: clinical efficacy of dietary antioxidants. Inflammopharmacology. 2017 Dec;25(6):595-607. doi: 10.1007/s10787-017-0397-1. 
  • 2Lawyer T.J. et al.: Evaluation of chondrocyte growth and function subjected to 21% and 6% oxygen levels. Biomed Sci Instrum. 2012(48): S. 246-253
  • 3Pattison D.J. et al.: Vitamin C and the risk of developing inflammatory polyarthritis: prospective nested case-control study. Ann Rheum Dis. 2004 (7): S. 843-847
  • 4Eberhardt M.V., Lee C.Y., Liu R.H.: Antioxidant activity of fresh apples. Nature. 2000 (405): S. 903-904
  • 5Ahmed S.: Green tea polyphenol epigallocatechin 3-gallate in arthritis: progress and promise. Arthritis Res Ther. 2010(2): S. 208
  • 6Thimóteo N.S.B. et al.: Cranberry juice decreases disease activity in women with rheumatoid arthritis. Nutrition. 2018 Oct 10;60:112-117. doi: 10.1016/j.nut.2018.10.010. 
  • 7Muss C, Mosgoeller W, Endler T.: Bioavailabilty of a liquid Vitamin Trace Element Composition in healthy volunteers. Neuro Endocrinol Lett. 2015;36(4):337-47. PMID: 26454489
  • 8Julkunen P. et al.: Effects of growth and exercise on composition, structural maturation and appearance of osteoarthritis in articular cartilage of hamsters. J Anat. 2010(3): S. 262-274
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